Wilsdruff hat
einen großen Vorteil: Als typische Kleinstadt
bleiben neben Bauwerken auch technische Denkmale erhalten, da sie noch
sehr lange im Einsatz blieben. So zum Beispiel das markanteste Wahrzeichen
der Stadt - der Funkturm. Mit
einer Höhe von 157 Metern ist er schon
von weitem zu sehen. Besonders interessant ist der Eingangsbereich des
Funkamtes - hier kann sofort ein Film über typische DDR-Zeiten gedeht
werden. Während das Eingangstor mit Postenstelle, Stacheldraht und
Wachturm jeder Grenzanlage zur Ehre gereicht, stammen die Wohnhäuser
davor aus der stalinistischen "Paläste fürs Volk" - Ära.
Selbst die Straßenlaternen
sind noch alt.
Der denkmalsgeschützte Marktplatz bietet neben dem Postkartenanblick
und einer kostenlosen (!) öffentlichen Toilette eine weltweit
einzigartige Besonderheit: das Turmglasglockenspiel auf dem Rathausturm.
Die Jacobikirche, von der Stadtkirche
St. Nicolai etwa 900 m entfernt,
beherbergt die wahrscheinlich älteste
Glocke Sachsens,
die Bennoglocke. Als Autobahnkirche täglich zwischen 10 und 18
Uhr geöffnet, lässt sich auf dem umliegenden
"Ehrenfriedhof" wohltuende Stille erleben.
Ein weiteres überregionales Highlight sind die Dampfmaschinen.
Ein überaus
rühriger Verein erhält die kräftigen Industriedenkmale
und erweitert die Anlagen im alten Fabrikstandort. Die Maschinen, darunter
eine Lokomobile, werden unter Echtdampf betrieben !
Das Heimatmuseum (in der Schule am Gezinge, Sonntags und Feiertags 14
- 18 Uhr, Eintritt nur 1,- € !)
bietet neben sehenswerten Sammlungen aus verschiedensten Bereichen
auch das große Zinnfigurendiorama der Schlacht
bei Kesselsdorf.
In WIlsdruff erlebt der Tourist eine funktionierende sächsische Kleinstadt.
Nur 25 Minuten vom Dresdner Stadtzentrum entfernt lässt eine lebendige
Innenstadt mit vielen liebenswerten Details den Aufenthalt lohnen. Parken
ist übrigens im gesamten Stadtgebiet kostenlos !
